Wos Guads vor Ort

Wos Guads vor Ort zwischen dem Tegernseer Tal und dem Isarwinkel.

Zusammenhalt der Bürger und Wertschöpfung vor Ort sind das Fundament für eine lebendige Ortsgemeinschaft. Wir unterstützen unsere Landwirte und lokalen Erzeuger von gesunden, guten Lebensmitteln in der Genuss Gmoa Waakirchen.


AKTUELLES

Futtermittelmahd 2021 – Die 2. Ernte ist eingefahren

Die 2. Mahd im Juli oder August sichert den Futtermittelvorrat über den kommenden Winter. Foto: Dani Skodacek

Richtig erfüllend ist es für Landwirte, die Grasland bewirtschaften, wenn am Horizont schon die dunklen Wolken vom nächsten Sommergewitter dräuen, aber die letzte Fuhre der Mahd trocken auf dem Hänger liegt oder im Silageballen steckt.

Nach dem ziemlich regnerischen Julianfang wurde es ab Mitte des Monats endlich trockener im Oberland, und an mindesten zwei Tagen herrschte wieder Hochbetrieb auf den Feldern in und ringsum Waakirchen. Grummet heißt der 2. (oder 3. Schnitt) innerhalb eines Jahres. Die 1. Mahd ist Heu, zudem gibt es spezielle Streuwiesen, deren Schnittgut ausschließlich fürs Einstreu im Viehstall verwendet wird. So manche Moorwiese wird auch erst im Hochsommer das erste Mal gemäht.


Rückblick Mai 2021:

Einfach z‘koid und z‘feicht war‘s, das Frühjahr 2021. Doch am Wochenende vor Fronleichnam gab‘s kein Halten mehr und das Wetter passte gerade recht.

Die Landwirte im Oberland konnten nun nicht mehr länger zuwarten und stiegen in ihre Traktoren und Mähmaschinen und legten los – teils bis in die späten Abendstunden hinein. Schließlich sind nicht alle hauptberufliche Landwirte und müssen jedes „freie“ Wochenende nutzen. Die 1. Mahd Ende Mai / Anfang Juni ist zudem dringend nötig, da das Heu sonst alt und holzig wird. Und das Vieh frisst es dann schlichtweg nicht mehr so gern.

Erst recht nicht gern fressen Tiere geschredderte Getränkedosen oder ähnliche Hinterlassenschaften bzw. müssen vielleicht sogar qualvoll sterben, wenn Teile davon im Heu landen. Deshalb hier nochmal ein dringender Appell:
Bitte KEINE ABFÄLLE in die Wiesen werfen!

Übrigens ist jetzt gerade auch Brut- und Setzzeit von Vögeln und Wild. Die Bauern betreiben deshalb auch nicht wenig Aufwand vor der Mahd, um junge Kitze, die im hohen Gras verborgen sein könnten, zu schützen – kein Landwirt möchte schließlich ein junges Wildtier verletzen…

Manche Landwirte stellen zum Beispiel wenige Tage vor der Mahd Fahnen in ihre Wiesen, damit die Ricken beunruhigt sind und ihre Kitze in den Wald zurückholen. Manche greifen auch zu moderner Technik und lassen ihre Felder per Drohne abfliegen, die mit Wärmebildkamera arbeiten. Wird ein junges Reh entdeckt, darf es von Menschenhand nur mit Handschuhen und Gras berührt und in Sicherheit an den Waldrand gebracht werden!