Wos Guads vor Ort

Station-12-ImkerBartl

STATION #12

Imker Bartl, Keilsried

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Frage: Was passiert bei einer Drohnenschlacht

a)  Kampf der männlichen Bienen um die Königin  

b)  Kampf der Bienen um die wenigen männlichen Bienen (Drohnen)

c)  Die Männer (Drohnen) werden, nach getaner Arbeit, von den Bienen aus dem Volk gestoßen

Antwort:  c)  Die Männer (Drohnen) werden von den Bienen aus dem Volk gestoßen 

Die Drohnenschlacht ist der Zeitraum im Spätsommer, ab dem die Arbeiterinnen eines Bienenvolks die Drohnen nicht mehr in den Bienenstock hineinlassen. Dies ist Teil der Vorbereitung des Bienenvolkes auf den Winter. Im Winter ist die Kolonie auf die Nahrungsversorgung angewiesen, die sie im Laufe der Blütezeit gesammelt hat. Und da Drohnen ihre einzige Aufgabe, nämlich die Königin zu begatten erledigt haben und damit nur noch unnötige Fresser sind, werden sie vertrieben. 

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Fahre weiter auf der Straße nach Westen und nach 500 m kommt dann das Bankerl vom Oberlindenhof mit dem grandiosen Ausblick.

Kurz und tragisch:
Das Leben einer Drohne

Männliche Bienen haben einen sehr schweren Stand im Bienenstaat: Nach ihrer Aufzucht besteht ihre einzige Lebensaufgabe darin, eine Königin zu befruchten. Haben sie diese Aufgabe erledigt, endet ihr Leben auf tragische Weise. 

Das Leben einer männlichen Biene beginnt klassisch mit der Eiablage der Königin. Drohnen entstehen im Gegensatz zu ihren weiblichen Schwestern, den Arbeiterinnen, aus einem unbefruchteten Ei. Somit haben sie theoretisch keinen Vater, sondern nur eine Mutter: die Bienenkönigin. Die kleinen „Prinzen“ führen aber nur kurz ein Lotterleben. Schon bald nach dem Schlüpfen müssen sie sich hart beweisen.

Männliche Bienen brauchen zum Schlüpfen um einiges länger als Arbeiterinnen – rund 24 Tage nämlich. Der kleine Drohn ist danach auch weitaus weniger aktiv als seine eifrigen Schwestern und darf es sich zunächst ein paar Tage gut gehen lassen. Er wird erst einmal gefüttert und stärkt sich danach selbst, um fit für seine ersten Orientierungsflüge zu sein. Die Kraft braucht er auch, denn schon acht bis zehn Tage nach dem Schlüpfen ist er geschlechtsreif – und die Jagd auf die begattungswillige Königin beginnt.

Buhlen um die Königin

Die Konkurrenz ist leider groß. Bis zur Mitte des Jahres können in einem Bienenvolk einige hundert bis tausend männliche Bienen geschlüpft sein. Sie treffen sich an sogenannten Drohnensammelplätzen und warten auf Königinnen aus der Umgebung, die sich zur ihrem Hochzeitsflug aufgemacht haben. In einer riesigen Traube kreisen sie in der Luft und sind dabei mit dem bloßen Auge kaum zu unterscheiden. Dabei sind es aber nicht die Kollegen aus dem eigenen Bienenstaat, die um die Gunst der Königin kämpfen, denn Inzucht wird vermieden. Es fliegen paarungswillige Drohnen aus vielen anderen Völkern heran. Die Chance, zum Zug zu kommen, ist somit relativ gering, denn eine Königin lässt durchschnittlich nur zehn bis fünfzehn Drohnen an sich heran.

Die Drohnenschlacht beginnt

Für diejenigen, die es schaffen, ist das Vergnügen kurz: Im Flug dockt der Drohn von hinten an die Königin an, spendet ihr seinen Samenvorrat und stirbt. Sein Paarungsorgan bleibt dabei meist in der Königin stecken. Allen anderen, und das sind die meisten der Drohnen, bleibt eine Gnadenfrist von 30 bis 40 Tagen. 

Ab etwa Mitte Juli droht ihnen dann die soziale Isolation – die sogenannte „Drohnenschlacht“ beginnt. Da keine weiteren Drohnen zur Fortpflanzung benötigt werden, verwehren ihnen die Arbeiterinnen den Zugang in den Bienenstock, verweigern ihnen das Futter oder stechen sie in seltenen Fällen mit ihrem Stachel tot.

Obwohl Drohnen im Vergleich zu ihren fleißigen Schwestern oft als faul gelten und „nur“ eine Aufgabe in ihrem kurzen Leben erfüllen, ist diese doch eine elementare: Denn ohne Fortpflanzung kann das Volk nicht weiterbestehen.

 

Wie lebt der wichtige Bestäuber

(Quelle:  i.m.a. – information.medien.agrar e.V.)

Bienen gibt es seit 100 Millionen Jahren. Wir kennen über 20.000 Bienenarten, am bekanntesten ist die Honigbiene. Sie gehört zu den Staatenbildenden Insekten – lebt also in Völkern. In einem Bienenvolk leben ca. 60.000 Bienen, die alle eine zugeteilte Aufgabe haben. Sie putzen, sammeln, kümmern sich um die Brut, bewachen, bauen und vieles mehr.

Kommunizieren können die Bienen im Dunkeln über Duftstoffe und Schwingungen bzw. Tänze. Jeder Bienenstaat hat eine Königin, die am größten ist und von den Arbeiterinnen geputzt und gefüttert wird. 

Die männlichen Bienen heißen Drohnen – davon leben nur ein paar Hunderte im Volk. Sie erbetteln ihr Futter und dienen nur der Begattung der Königin wie auch der Harmonie im Volk. 

Eine Bienenkönigin legt bis zu 1000 Eier pro Tag. Je nachdem, wie die Arbeiterinnen die Maden füttern, entwickeln sie sich später als Arbeiterinnen oder Königinnen.

Imkerin
Ute Thies aus Schaftlach
Seit 2013 bin ich begeisterte Hobbyimkerin mit 7 Völkern in Schaftlach und Piesenkam.
 
Honig gibt es bei mir unter
08021 – 507049.
 
Mit großer Freude organisiere und leite ich Führungen über die Welt der Bienen im wunderschönen Lehrbienenstand des Bezirksimkerverein Gmund Tegernseer Tal und Umgebung e.V. (in Moosrain) und freue mich auch über eine Führung für kleine Gruppen aus der Gemeinde.
 

Stefan Bartl ,  Bio-Imker
Keilried 7

08021 – 8786
s.bartl@t-online.de

Links

https://www.sofatutor.com/biologie/videos/honigbiene-aufgaben-im-bienenstaat-2

https://www.bee-careful.com/de/initiative/kurz-und-tragisch-das-leben-einer-drohne/

https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie-abitur/artikel/geschlechtsbestimmung-bei-honigbienen