Wos Guads vor Ort

Rallye-Station-03-491

STATION #03

FrageWie heißen die zwei Pflanzen, die auf der Bank stehen? Welche davon ist für Hummeln geeignet?

Antwort:   Man sieht hier eine (gefüllte) Rose und einen Rhododendronstock . Die Hummel geht gerne auf den  Rhododendron. 

Lösungsbuchstaben:  !

Weissfleckige Wollbiene
Weissfleckige Wollbiene
Rote Mauerbiene
Rote Mauerbiene

Vielfälltig und unverzichtbar

(Quelle:  i.m.a. – information.medien.agrar e.V.)

Die Hummel ist eine Wildbiene.

Weltweit gibt es – neben der bekannten und domestizierten Honigbiene – 20.000 verschiedene wild lebende Bienenarten. Sie zeigen ganz verschiedene Ansprüche an Nahrungspflanzen und Nistplätze. Jede hat andere Vorlieben!

Darüber hinaus unterscheiden sie sich zB in Körperform, Behaarung und Länge der Antennen. Männchen und Weibchen einer Art können ganz anders aussehen.

Wildbienen sind vor allem im Frühjahr aktiv. Sie sind für die Vermehrung von Pflanzen sehr wichtig.  Als Faustregel in der Biologie gilt: Der Erhalt einer Pflanzenart bedeutet den Erhalt von ca. 10 Tierarten.  Deswegen sind Wildbienen so wichtig für die Artenvielfalt!

Grundsätzlich wird bei Wildbienen zwischen Einzelgängern (Einsiedler) und Bienen mit sozialer Lebensweise unterschieden. Die meistern Wildbienen leben allein. Eine dritte Gruppe der Wildbienen sind die schmarotzenden Kuckucksbienen, die ihre Eier in fremde Nester legen.

Etwa ein Drittel der Wildbienen sind Spezialisten, das heisst sie leben von einer oder nur wenigen Pflanzenarten. Ihr Aktionsradius ist wesentlich kleiner als der der Honigbienen – oft nur bis zu 120 Meter. Das heißt um zu überleben müssen sie in 120 Metern geeignete Nistplätze finden, um zu überwintern und dann im Frühjahr auch genau die Pflanzen vorfinden, von denen sie sich ernähren. Findet die Biene diese Pflanzen nicht, kann sie nicht überleben.

Die Hälfte aller Wildbienen nistet unter der Erde, oft in sandigen Böden. Auch morsches Holz, Steinhaufen, Pflanzenstängel und leere Schneckenhäuser beherbergen Nester.

Bei fast allen Wildbienen kümmern sich die Weibchen allein um ihren Nachwuchs. Die Männchen schlüpfen im Frühjahr vor den Weibchen und warten auf diese zur Begattung. Kurz danach sterben sie.

Die Weibchen leben vier bis sechs Wochen und bauen in der Zeit ihr kleines Nest in das sie 20-40 Eier legen.

Es ist wichtig, dass wir die Lebensräume für Wildbienen erhalten und fördern.  Artenschutz sollte bei dir anfangen! Jeder kann im eigenen Garten , in der Firma oder auf dem eigenen Balkon Lebensraum, Futter und Nistplätze für Wildbienen schaffen. Je vielfältiger das Angebot, desto besser. Einfach mal z.B. die „Unordnung im Herbstgarten“ aushalten und stehen lassen.

Es gibt 41 Hummelarten in Deutschland. Die Häufigste ist die Erdhummel

So können Sie die häufigsten sechs deutschen Hummelarten unterscheiden:

www.plantura.garden/insekten/hummeln/hummeln-steckbrief

  • Erdhummel (Bombus terrestris): Weißer Hinterleib, Vorderleib schwarz mit zwei gelben Streifen; es gibt mehrere Arten an Erdhummeln, die sich schwer unterscheiden lassen. Sie bilden große Kolonien und werden auch zu Bestäubungszwecken verkauft.
  • Gartenhummel (Bombus hortorum): Weißer Hinterleib, Vorderleib schwarz mit drei gelben Streifen; die Gartenhummel kommt, wie ihr Name schon sagt, häufig in Gärten vor. Sie ist recht groß und hat sich mit ihrem langen Rüssel auf langröhrige Blüten wie die von Lippen- und Schmetterlingsblütlern spezialisiert.
  • Baumhummel (Bombus hypnorum): Weißer Hinterleib, rotbraune Brust; Baumhummeln leben in Wäldern und Gärten und nisten in alten Baumstämmen und Vogelhäusern.
  • Wiesenhummel(Bombus pratorum): Oranger Hinterleib, ein bis zwei gelbe Streifen auf der Brust; Wiesenhummeln sind relativ klein und fliegen vor allem in offenem Gelände.
  • Steinhummel (Bombus lapidarius): Oranger Hinterleib, Vorderleib schwarz; männliche Steinhummeln haben eine abweichende Färbung mit gelben Haaren auf dem Vorderleib, was die Unterscheidung von Wiesenhummeln schwierig macht.
  • Ackerhummel(Bombus pascuorum): Grau-schwarz bis rötlichbrauner Hinterleib; die Farbe der Brust der Ackerhummel variiert mit der Region. Im Norden ist sie oft dunkel, im Süden eher rötlich. Generell haben die häufig vorkommenden Ackerhummeln verschiedenste Farbvariationen. Ackerhummeln leben deutschlandweit in sehr vielen verschiedenen Lebensräumen.

Blumen für Hummeln 

 

  • (Anis-)Ysop
  • Bartblume
  • Borretsch
  • Büschelschön (Phacelia tanacetifolia)
  • Dost
  • Eibisch
  • Efeu
  • Ehrenpreis
  • Fetthenne
  • Flockenblume
  • Fuchsien
  • Kapuzinerkresse
  • Löwenzahn
  • Löwenmäulchen
  • Lavendel
  • Lupinen
  • Malven
  • Mauerpfeffer
  • Mohn
  • Nachtkerze
  • Natternkopf
  • Prachtkerze / Präriekerze
  • Rhododendron
  • Roter Hartriegel
  • Stockrosen
  • Sonnenhut-Arten
  • Sonnenblumen
  • Sonnenbraut
  • Taubnessel
  • Thymian
  • Wasserdost
  • Weissdorn
  • Wildrosen (ungefüllt)
  • Zierlauch

Dies ist eine Station des Bezirkimkervereins Gmund, Tegernseer Tal und Umgebung e.V.

 

www.imkerverein-gmund.de/

Programm Bienenwoche

Wunderwelt der Bienen

Dienstag 17.5., 10-12 Uhr, Bienenlehrstand Moosrain

Bienenführung mit Ute Thies, Alltag der Bienen, Bienen hautnah erlebt, Marktangebot eines Bienenvolkes, wie gestalte ich meinen Garten bienenfreundlich

Programm Bienenwoche

Biene Maja und ihre Schwestern

Freitag, 20.5. 15-17 Uhr, Bienenlehrstand Moosrain

Bienenführung mit Ute Thies speziell für Kinder 

Programm Bienenwoche 

Mit den Wildbienen im Frühtau

BEGRENZTE PLÄTZE – bitte anmelden veranstaltung@wosguadsvorort.de

Samstag, 21.5., 10-12.30 Uhr, Evas Paradiesgarten, Allgaustrasse 50, Waakirchen

Biologin und Wildbienen-Expertin gibt uns eine kleine einführung in die Welt der Wildbienen